Entwicklungsgeschichte

Bereits während meines Studiums der Sozialarbeit beeindruckte mich die systemische Grundhaltung. Neben ihrer Ressourcenorientierung faszinierte mich der Gedanke, dass alle in einem System Beteiligte miteinander verwoben sind und sich wechselseitig beeinflussen – somit sollte es jedem Mitglied offenstehen, durch eine Verhaltensänderung Einfluss auf das Gesamtgeschehen zu nehmen. Dieser Behauptung wollte ich auf den Grund gehen.

Im Anschluss an mein Diplom absolvierte ich sogleich meine dreijährige Weiterbildung in Systemischer Therapie (wispo AG, DGSF). Während ich bei einem kirchlichen Träger an dem Aufbau eines Teams von Familientherapeuten mitwirkte, gewann ich durch meine aufsuchende Tätigkeit Erfahrungen und Einblicke in Systeme unserer Gesellschaft, denen oftmals die Hoffnung verloren gegangen war. Familien, die aus ganz unterschiedlichen Gründen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geraten waren, sahen sich vielfach vor unlösbare Probleme gestellt. In einer Atmosphäre von Achtung und Wertschätzung gelang es den meisten von ihnen, Einsicht in die Hintergründe ihrer Konfliktdynamik zu gewinnen und schließlich bislang ungenutzte Kräfte freizulegen.

Im Rahmen eines halben Sabbatjahres, das ich bei einer buddhistischen Non-Profit-Organisation in Frankreich verbrachte, lernte ich erstmals die Ansätze der „Kontemplativen Psychologie“ kennen. Dies hat in der Folge meine Haltung als Therapeutin und späterer Coach tief geprägt. Ausgehend davon, dass jeder von uns einen Kern unzerstörbarer Gesundheit und Klarheit in sich trägt, arbeitet die Kontemplative Psychologie mit der Fähigkeit des Menschen, Zugang zu diesem Kern zu gewinnen. Die Schulung unserer Achtsamkeit für jeden Augenblick unserer inneren und äußeren Erfahrung ist dabei von zentraler Bedeutung.

Für mich und meine Arbeit legte diese Erfahrung tiefes Vertrauen in die Selbstheilungskräfte von Menschen, Familien und Organisationen frei. Nach meiner Rückkehr nahm ich meine Tätigkeit als Familientherapeutin wieder auf und absolvierte die Weiterbildung in Kontemplativer Psychologie („Karuna-Training“, Upaya gGmbH). Seither bereichern die Aspekte der Achtsamkeit und des Mitgefühls nachhaltig mein Berufs- und Privatleben und fließen unmittelbar in meine Arbeit mit ein.

Meine Weiterbildung zum Systemischen Coach (wispo AG, DGSF) führte mich konkret an effiziente und lösungsorientierte Methoden heran.
Es folgten die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie Aufbaumodule in Systemischer Sexualtherapie (U. Clement, IGST Heidelberg).

Mit Freude greife ich heute auf vielfältige Werkzeuge zurück, die ich im Laufe meiner Geschichte kennen- und schätzenlernen durfte. Das bewährt sich meiner Erfahrung nach in vielfältigen Settings – sowohl in der Einzel-, Paar- und Familientherapie, als auch im beruflichen Coaching sowie in der Arbeit mit Gruppen und Teams.

 

 

 

 

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